Schwarzweiß drucken mit dem Browser Chrome

white hole sun

Ist nicht immer ganz so einfach. Weil: Is so! Oder, wie es die TU Clausthal formuliert:

Genauso wie die PDF-Viewer-Funktion hat Google für Chrome einen eigenen Interpreter zur Druckausgabe geschrieben.

Und der funktioniere eben nicht immer richtig. Tja. Die Lösung: Statt STRG+P und über den farbophilen Chrome-Browser eben mit STRG+SHIFT+P über das Betriebssystem drucken und Farbtinte sparen.

Neulich in der Buchhandlung

„Warum hast du das Buch über Kompost-Toiletten gerade in die Abteilung für Digitalphobien gestellt?“
„Warum nicht?“
„Na, das passt doch da überhaupt nicht rein!“
„Doch.“
„?“
„Das passt da ganz hervorragend rein.“
„???“
„Schau doch mal: Wenn du die ganzen schlauen Wälzer durchhast, die dir erklären, warum Digitales gefährlich und besorgniserregend und böse ist, bleibt dir für ein einigermaßen normales Weiterleben einzig die Alternative, in einen tiefen schwedischen Wald zu ziehen und alles und jeden zu meiden. Und damit du da nicht permanent in deine eigenen Köttbullar-Köttel trampelst, brauchst du ein vernünftiges Kompost-Klo.“
„Ach so. Klingt einleuchtend.“
„Käffchen?“
„Käffchen.“

Komposttoiletten

So much love

dm

Wir kommen vom Freitagabendfußball und essen Pizza. Dann wird hier geduscht, da werden Katzen gefüttert, die Großmutter kümmert sich um die Küchenordnung, und einem gemütlichen Kautschabend steht nichts mehr im Weg. Doch da sind ja Depeche Mode, die gerade ihr zigstes Studioalbum veröffentlicht haben.

Wir sitzen vor dem Computerbildschirm und sehen das Konzert in Berlin, das Dutzende Kameras so aufzeichnen, dass wir den Kamerawinkel mit der Maus bestimmen können. Dreihundertsechziggrad-Livestream. Was für ein Spaß! Heinrich ruft plötzlich: „Da, die Keule da hat gerade Whatsapp offen!“ Charlotte kommt kurz vorbei und bemerkt: „Die Frau da im Publikum hat aber einen ganz schön gewagten Ausschnitt.“ Luise bewertet Frontmann Dave Gahan: „Warum wackelt der eigentlich die GANZE Zeit mit dem Po?“

Gute Frage. Fakt ist, wir sehen fast das gesamte (einstündige) Konzert. Noch mal zum Verständnis: Eins, mal zwei, kurz sogar mal drei Kinder sehen mit ihrem Vater das Konzert einer Popband, die weder in den Charts, noch in irgendwelchen Youtubehipsterlisten vertreten ist und schon gar nicht mehr im Radio läuft. Und warum? Weil sie es können. (Zum Beispiel mit der Kamera rumspielen.) Die Musik finden sie so lala, ganz okay, guter Sound, halt so mittel eingängig, und die Typen da sind ja auch schon eher … naja: alt.

Dann hören sie „World in my eyes“ und sind ganz angetan von der Melodei und dem ganz gut verständlichen Englisch und natürlich vor allem von der Möglichkeit, die Kamera selbst steuern zu können. Und schwupps, ist das Konzert vorbei, thank you very much, das war ziemlich kuhl, Papa.

Tja.

Danke, Internet.

dm

Techniktagebuch aus dem Jahr 1999: Der Kassettenadapter

Dieser Text entstand vor allem für das großartige Techniktagebuch. Dort schreiben viele Menschen, die sich ab und an über das ganze Gedöns mit Knöpfchen, Reglern und Schaltern wundern, alles auf, was im Moment vielleicht langweilig sein mag. „Aber in zwanzig Jahren …“
Gut, dass es das gibt.
(Und der Text geht da ein bisschen anders.)

Wenn ich meine Kinder erstaunen möchte, was mit ihrem (und meinem) Alter zunehmend schwieriger wird, hole ich ein Technik-Ding aus einer Kiste von Technik-Dingen, die ich eigentlich mal wegschmeißen müsste. Neulich war es dieser Kassettenadapter:

Kassettenadapter

Papa, was ist das? Sieht aus wie eine Kassette (ja, habe ich ihnen schon beigebracht, gezeigt und vorgeführt), hat aber noch ein Kabel nebst Stecker dran. Wozu?

Weil, liebe Kinder, früher die Autos Kassettenabspielgeräte statt eines Bluetooth-Sensors oder USB-Eingangs hatten. Und in der Zeit, wo dann die CDs modern wurden, die Autos aber noch keine CD-Player besaßen, war dies die goldene Lösung. Man musste einen tragbaren CD-Spieler kaufen, diesen mit dem Kabel des Kassettenadapters verbinden und jenen ins Kassettenfach des Autoradios stecken. Dann konnte man auch ohne CD-Spieler im Auto eine CD hören.

Es sei denn Kopfsteinpflaster.

Oder Akku aus.

Ach …

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