Ausgebuddelt: Rostzettel

Stahlhandel

Ich finde das sehr beruhigend. Da findet man ein altes, rostiges Dingens und fragt sich natürlich: Was ist das? Wo kommt das her? Und hat das eine Internetseite?

Es hat. Dort steht dann zum Beispiel, dass im Hause Stahl derselben Stahlfirma steckt, die auch die A20 gebaut hat. Der kann ja wohl nicht ganz so schlecht sein, denkt man dann, und freut sich ein wenig.

(Was soll das? Und gibt’s da noch mehr von?)

Wenn wir nicht den Rundfunk hätten …

… was täten wir bloß?
Wenn wir nicht den Rundfunk hätten
wär’n die Ohren arbeitslos.

Nächster Kassettenschnipsel. Zum Original habe ich gar nichts finden können, scheint wohl schon sehr alt zu sein. Sehr schön auch der angebliche therapeutische Effekt von Kopfhörern im Mittelteil und die anachronistische Absenz des Internets am Ende.

Wenn wir nicht den Rundfunk hätten …:

Hundeblick

Erziehung ist ein weites Feld. Es kann vieles sein und nur wenig gar nicht. Unter anderem sollte es, so finden wir, darum gehen, eine gewisse Einfühlsamkeit an den Tag zu legen. Die Kinder sollten in der Lage sein, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können, sie sollte mitfühlen und ihren Egoismus in Zaum halten können.

Andererseits ist es auch wichtig, die eigenen Wünsche und Gelüste nicht gänzlich zu vernachlässigen. Hierbei, so lehrten wir es, sind alle legalen Mittel erlaubt – und wenn es das Suggestieren von tierischen Gesichtsausdrücken ist, wie Charlotte auf diesem von ihr mitverfassten Einkaufszettel nachdrücklich beweist:

Hundeblick

p.s. Lakritze ist ja nun mal auch ganz was Tolles! Und sie haben daraufhin natüüüüüürlich ein wenig schwarzes Naschzeugs bekommen.
p.p.s. Wie mir gerade noch auffällt, ist auch die Spezifikation des Trockenfutters sehr kundenfreundlich, auf dass man eben keines für Menschen kaufen möge.

Kuttner spricht russisch

Jürgen, nicht Sarah. Irgendwann anfang des Jahrtausends auf Radio Fritz, wegen irgendeiner Ranking-Sendung “Die besten Songs des Jahrtausends” oder so, als Einstieg. Klingt gut, besonders die Betonung auf поэтому. Wird hierhereingespült, weil mir ein Kassettendigitalisiergerät in die Hand fiel und benutzt werden wollte. Und ja, ich habe in diesem Jahrtausend noch vom Radio auf Kassette aufgenommen.

Also: Kuttner spricht russisch.

(Aktuell setzt sich Kuttner übrigens im Berliner DT mit der Sozialdemokratie und dem Links-Sein auseinander.)

Flätta

7064694197_2f1ff699bb_nSeit einem halben Jahr bin ich bei Flattr. Ich haue da im Monat ein paar Euro drauf und kann somit auf vielen Seiten im Netz Geld geben. Das englische to flatter bedeutet, jemandem zu schmeicheln, und genau so empfinde ich das auch: “Hey, dein Text, dein Bild, deine Anregung gefallen mir so gut, dass ich dir ein wenig schmeicheln will.” Etwa ein halbes Dutzend Mal im Monat klicke ich dann – so vorhanden – auf den Flattr-Knopp auf der jeweiligen Seite und beschmeichele den Urheber mit ungefähr dem Gegenwert von einem oder zwei Brötchen.

Weil es mir das wert ist.

Foto: Flattr via Flickr unter CC-Lizenz by-sa

Das Leben als ein Fußballspiel

Auf eine meiner regelmäßigen Vaterjammereien, dass ja alles so schnell und sie ja nun schon so groß und bald und überhaupt entgegnete Charlotte heute beim Frühstück, dass sie doch erst zehn und also gerade mal beim Aufwärmen seien. Ich war daraufhin ein wenig beruhigter und nahm mir vor, diese Analogie mal ein wenig weiterzuspinnen.

Fußballnuckel

Demnach ist das Training die Schwangerschaft. Alle für die kommenden 90 Minuten benötigten Systeme werden … [... bitte weiterlesen!]

Aufgelesenes vom Frühjahr und Sommer 2014

Aus Gründen hebe ich mir einige Lesezeichen auf. Man weiß ja nie, wozu man die noch mal brauchen könnte … [ ... kuckstu hierlang!]

Und wer will schon verpilzte Barteln?

Für eine Hochzeitsfeier habe ich mich jüngst mit Fischnamen befasst. Fragt nicht. Fischartenbenamser scheinen allerdings einen sehr interessanten Sinn für Humor zu haben. Nehmen wir mal an, da gibt’s so einen Fisch, und der hat noch keinen Namen. Dafür aber ein paar Eigenschaften:

Der sehr lebhafte und robuste Fisch lebt im Uferbereich mit feinem Sand (zum Wühlen!) und Verstecken. Er sollte immer in einer Gruppe aus 5 oder mehr Artgenossen gehalten werden. Die Weibchen sind größer und fülliger als die Männchen. Als Bodengrund sollte bzw. muss Sand verwendet werden, dabei ist jedoch darauf zu achten dass dieser nicht scharfkantig ist. Ansonsten könnten die Panzerwelse sich an den Barteln verletzen, was zu Verpilzungen führt.

Verpilzungen an den Barteln, das geht ja gar nicht! Jedenfalls nicht bei dieser Wels-Art, die auf den lyrischlieblichen Namen Adolfs Panzerwels hört. Wenn sie denn hören könnte.


corydoras adolfoi by miek5 on deviantART

Foto: Miek5 via Deviantart unter CC-Lizenz by-nc-nd

(Ich lachte sehr darüber. Auch wenn der ganz richtige Name eigentlich Adolfos Panzerwels lautet.)

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