Umbau’n lohnt sich nicht

Es war eine fixe Idee, und ich hätte ihr nicht trauen dürfen.

Schraube locker? 179/365

Foto: Dennis Skley via Flickr unter CC-Lizenz by-nd

Lange schon hatte ich mir vorgenommen, den Kühlschrank umzubauen. Statt nach rechts sollte er nach links öffnen. Und just heute schwebte mir die Heimwerker-Muse auf die Schulter, und sie flüsterte verführerisch: “Tu es heute, Baby!”

Ein kaltes Herz, wer hier abzulehnen in der Lage ist. So schraubte ich … [... ja wo schraubt er denn?]

1988 hatten sie noch Reserven: Jugendliche in Neubrandenburg

datzeberg

Sie leben in einer für uns fremden Gesellschaftsordnung. Dennoch: Wir hatten keine Mühe, uns zu verstehen.

Im Mai 1988 ist ein Filmteam des SWR nach Neubrandenburg gekommen, um Jugendliche in ihrem Alltag zu filmen. Damals lebten hier etwa 85.000 Einwohner, das Durchschnittsalter betrug etwa 30 Jahre, was selbst für damalige Verhältnisse sehr wenig war und Neubrandenburg (“eine kleine Großstadt, oder vielmehr eine große Kleinstadt”) zur damals jüngsten Stadt der DDR machte.

Herausgekommen ist der dreiviertelstündige Film … [... hier geht’s weiter!]

Vor 24 Jahren in Neubrandenburg: Die große Zeit der Teppichhändler

Teppichausstellung

Eine Anzeige im Nordkurier aus dem Jahr 1990. Und als wir dann westdeutsche Teppiche hatten, kamen Einigkeit und Recht und Freiheit.

Ausgebuddelt: Rostzettel

Stahlhandel

Ich finde das sehr beruhigend. Da findet man ein altes, rostiges Dingens und fragt sich natürlich: Was ist das? Wo kommt das her? Und hat das eine Internetseite?

Es hat. Dort steht dann zum Beispiel, dass im Hause Stahl derselben Stahlfirma steckt, die auch die A20 gebaut hat. Der kann ja wohl nicht ganz so schlecht sein, denkt man dann, und freut sich ein wenig.

(Was soll das? Und gibt’s da noch mehr von?)

Wenn wir nicht den Rundfunk hätten …

… was täten wir bloß?
Wenn wir nicht den Rundfunk hätten
wär’n die Ohren arbeitslos.

Nächster Kassettenschnipsel. Zum Original habe ich gar nichts finden können, scheint wohl schon sehr alt zu sein. Sehr schön auch der angebliche therapeutische Effekt von Kopfhörern im Mittelteil und die anachronistische Absenz des Internets am Ende.

Wenn wir nicht den Rundfunk hätten …:

Hundeblick

Erziehung ist ein weites Feld. Es kann vieles sein und nur wenig gar nicht. Unter anderem sollte es, so finden wir, darum gehen, eine gewisse Einfühlsamkeit an den Tag zu legen. Die Kinder sollten in der Lage sein, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können, sie sollte mitfühlen und ihren Egoismus in Zaum halten können.

Andererseits ist es auch wichtig, die eigenen Wünsche und Gelüste nicht gänzlich zu vernachlässigen. Hierbei, so lehrten wir es, sind alle legalen Mittel erlaubt – und wenn es das Suggestieren von tierischen Gesichtsausdrücken ist, wie Charlotte auf diesem von ihr mitverfassten Einkaufszettel nachdrücklich beweist:

Hundeblick

p.s. Lakritze ist ja nun mal auch ganz was Tolles! Und sie haben daraufhin natüüüüüürlich ein wenig schwarzes Naschzeugs bekommen.
p.p.s. Wie mir gerade noch auffällt, ist auch die Spezifikation des Trockenfutters sehr kundenfreundlich, auf dass man eben keines für Menschen kaufen möge.

Kuttner spricht russisch

Jürgen, nicht Sarah. Irgendwann anfang des Jahrtausends auf Radio Fritz, wegen irgendeiner Ranking-Sendung “Die besten Songs des Jahrtausends” oder so, als Einstieg. Klingt gut, besonders die Betonung auf поэтому. Wird hierhereingespült, weil mir ein Kassettendigitalisiergerät in die Hand fiel und benutzt werden wollte. Und ja, ich habe in diesem Jahrtausend noch vom Radio auf Kassette aufgenommen.

Also: Kuttner spricht russisch.

(Aktuell setzt sich Kuttner übrigens im Berliner DT mit der Sozialdemokratie und dem Links-Sein auseinander.)

Flätta

7064694197_2f1ff699bb_nSeit einem halben Jahr bin ich bei Flattr. Ich haue da im Monat ein paar Euro drauf und kann somit auf vielen Seiten im Netz Geld geben. Das englische to flatter bedeutet, jemandem zu schmeicheln, und genau so empfinde ich das auch: “Hey, dein Text, dein Bild, deine Anregung gefallen mir so gut, dass ich dir ein wenig schmeicheln will.” Etwa ein halbes Dutzend Mal im Monat klicke ich dann – so vorhanden – auf den Flattr-Knopp auf der jeweiligen Seite und beschmeichele den Urheber mit ungefähr dem Gegenwert von einem oder zwei Brötchen.

Weil es mir das wert ist.

Foto: Flattr via Flickr unter CC-Lizenz by-sa
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