Drei verweisenswerte Jahresend-Verweise in (fast) eigener Sache

Um das Jahr noch ein wenig rund zu machen, haue ich mal drei willkürliche Querverweise raus auf äußerst empfehlenswerte Seiten.

satgZum einen wäre da Steffi. Die Freundin meiner Schwester ist für ihr Politik-Studium in Kamerun und schreibt darüber. Das macht sie regelmäßig, begleitet von vielen Bildern und in einer angenehm klaren Sprache, fokussiert und doch nicht ohne Blick für die kleinen, spannenden Dinge. Sogar Videoschnipsel sind ab und zu dabei und vermitteln einen kleinen Eindruck von dem zentralafrikanischen Land. Ich lese gerne, wenn andere von der Welt berichten und kann das Blog „Steffi Around the Globe“ deshalb nur empfehlen. Als Einstiegstext ganz gut macht sich vielleicht zurzeit „Weihnachten bei Familie Dongué“ „Silvester, denn wer weiß hierzulande denn schon, was eine kamerunische Familie zum Weihnachtsschmause so isst zum Silvesterfeste anstellt?

dieaDann ist da Alex. Ein gute Freundin, die ein Gestaltungsbüro bei Greifswald hat und Dinge schöner macht. DieARTige heißt das Ganze, und wer uns schon mal besucht hat, kennt vielleicht die großartigen Namensbilder, die als Geschenk für Geburten oder Umzüge fast unschlagbar sind. Auf der Seite gibt es jetzt auch ein Blog, wo Alex Deko-Tipps für jede Gelegenheit und jeden Geschicklichkeitsgrad gibt. Alex gestaltet Räume, Karten, Logos, Bilder, Flyer, Webseiten, und das macht sie deshalb, weil sie es kann.

Und schließlich gibt es da ein Fußball-Turnier, das jedes Jahr viele Kinder und Erwachsene auf die Beine bringt und zu Jahresbeginn die besten Fußballspieler unter 13 Jahren nach Neubrandenburg bringt. Dieses Jahr ist mit Tottenham Hotspur erstmals ein Verein aus der englischen Premier League präsent, das Jahnsportforum ist bereits ausverkauft, und es wird wieder ein großer Spaß werden. Seit Jahren schreibe ich den Live-Ticker direkt aus der Halle, und es ist immer ein schöner Arbeitstag. Am 10. Januar ist es wieder soweit, dann ist auf dieser Nordkurier-Seite deutlich was los. Im dazugehörigen Facebook-Kanal treffen sich schon jetzt Kicker, Eltern und Freunde zur gepflegten Vorfreude. Dort findet man auch das Turnier-Maskottchen namens Toppi, den ich an dieser Stelle mal etwas zweckentfremde, um auch den Lesern dieser kleinen Netznische ein fröhliches Silvester und ein sehr schönes neues Jahr zu wünschen. Bis 2015!

Toppi_silvester

Vor ihr die Welt

Wieder mal eine dieser ungezählten Geschichten, die es ohne Netz so nicht gegeben hätte.

Die freie Journalistin Meike Winnemuth arbeitet sich von RTL über den Stern, Cosmopolitan, Park Avenue und Geo bis zur Süddeutschen Zeitung durch, nicht unerfolgreich übrigens.

Sie kommt auf die Idee, ein Jahr lang das gleiche, kleine Blaue zu tragen und kommt mit dem Blog zur Idee nicht nur bei Mode-Fans sehr gut an. Sie bewirbt sich bei „Wer wird Millionär“, gelangt auf Jauchs Stuhl und gewinnt eine halbe Million.

Und dann erfüllte sie sich einen Traum.

Seit einem knappen Jahr bereist sie die Welt – wortwörtlich. Zwölf Städte in zwölf Monaten heißt das Motto, und natürlich schreibt sie darüber. Für diverse Medien, aber vor allem auch in ihr „Reiselogbuch“, das Blog „Vor mir die Welt“. Sie gestaltet ihre Weltreise, wie es nicht wenige auch tun würden, hätten sie die Zeit, den Mut und die Mittel dazu: Zeit lassen, Städte, Länder und Kulturen kennenlernen, richtig kennenlernen, besser kennenlernen jedenfalls als in zehn Pauschalurlaubstagen.

Irgendwann im Lauf der Sendung fragte mich Günther Jauch, was ich mit dem Geld anfangen würde. Und ich sagte: Reisen. Ein Jahr lang raus und jeden Monat in einer anderen Stadt wohnen. Auf diese Weise ein paar Orte erleben, die ich nicht oder fast gar nicht kenne, die mich aber schon immer gereizt haben, ohne dass ich genau zu sagen wüsste, was ich mir dort erhoffe. Ich dachte: Hinfahren und es herausfinden.

Das Tolle daran ist: Der Neid hält sich in Grenzen. Zu interessant, kompakt formuliert, aber dennoch aussagekräftig und dank großzügiger Bebilderung auch bestens einsehbar sind ihre Erlebnisse. Das Weltreiseblog wird komplettiert durch eine nicht gerade kleine Community, die die nicht häufigen, aber regelmäßigen Einträge durch eigene Erfahrungen, Tipps und Anmerkungen anreichert und somit ein Kompendium erstellt, was zwar nicht seinesgleichen sucht …

… aber in dieser Art vor zehn Jahren (okay, WWM gab’s damals auch noch gar nicht. Obwohl … doch.) so nicht hätte entstehen können. Was verdammt schade gewesen wäre. Denn alle paar Tage bequem ein paar Lese-Hapse Weltreise genießen zu dürfen – das ist ganz was Feines.

Danke.

Stillgelegt

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foto:max mit cc-lizenz by-nc-sa

!! Achtung !! Lange Ladezeiten aufgrund vieler Fotos !! Achtung !!

Eine vor sich selbst warnende Internet-Seite; dass es heute so etwas noch gibt! Ein Mann namens Martin Wollmann hat da drei Frames in grün und schwarz ins Netz gefrickelt, zu einem Thema, das nerdiger nicht sein kann: Streckenbegehungen stillgelegter Schmalspurbahnen.

Booyaka!

Zuletzt offenbar vor einem halben Jahr aktualisiert, gehört die Wollmannsche Retro-Seite www.stillgelegt.de zu denjenigen Dingen, weshalb derer so etwas wie ein weltweites Computernetz vermutlich überhaupt erfunden wurde. Damit sich zum Beispiel Anhänger von Streckenbegehungen stillgelegter Schmalspurbahnen über ihr, nun ja, eher ungewöhnliches Hobby austauschen können. Und immerhin knapp 300.000 Klicks hat die Seite bisher gezogen.

Der geneigte Seitenbesucher wird Zeuge von früheren Eisenbahnlinien in Ostdeutschland (und Hamburg), in MV geht das von der Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn über die Rügensche Kleinbahn bis hin zur Kleinbahn Casekow-Penkun. Und einmal an die Seite gefesselt kann der Besucher den Aufwand erahnen, den ihr Betreiber getrieben haben muss, um mehr als einhundert Eisenbahn-Streckenverläufe aus vergangenen Zeiten in Wort und Bild akribisch zu dokumentieren.

Welche Strecken Martin Wollmann bereits abgearbeitet hat, zeigt diese Karte.

Zivildienst bei der Diakonie in Weitin: Mehr als nur Ersatz

Weniger der totale Pazifismus war es gewesen, der mich in einem lieblosen Raum irgendwo in Fünfeichen den Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ausfüllen ließ. Der kalte Krieg war vorbei, die ersten Auslandseinsätze der Bundeswehr standen erst noch bevor – wahrscheinlich waren Wehrpflichtige selten weiter davon entfernt als Mitte der 90er-Jahre, bei einem realen Kampfeinsatz mit ihrem Gewissen in Konflikt geraten zu können.

Nein, ein schnödes Abwägen trieb mich vor allem zum Wehrersatzdienst. Noch ein paar mehr Erinnerungen zum Thema habe ich für die Zeitung und für die Reihe „In Memoriam Wehrpflicht“ im Ostblog aufgeschrieben.

Wenn’s ums Geld geht – aufregen!

Um die Trilogie „Die Sparkasse und die Umstellung ihrer Onlinebanking-Verfahren“ würdig abzuschließen (Teil 1, Teil 2), möchte ich auf den Erfahrungsbericht von Dirk in seinem Blog RundumGenuss verweisen.

Er war ob der ausbaufähigen Kommunikation der Kasse mit ihren Kunden ebenfalls irritiert und suchte das Gespräch. Das Ergebnis und sein Fazit:

Dafür trug ich beim Verlassen der Einrichtung das o.g. Gerät [chipTAN-Gerät – sl.] in der Tasche, fertig für mich konfiguriert, ohne die 11 Euro bezahlt zu haben. Da stellt sich die Frage, warum die Firma das Gerät nicht grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stellt, sondern auf die Leidensfähigkeit ihrer Kunden setzt, um es sich von allen, die sich nicht aufregen, erst mal bezahlen zu lassen.

Das angekündigte Erklärschreiben an alle Onlinebanking-Kunden habe ich im übrigen nie erhalten, stattdessen bin zweimal per Telefon sanft zum Wechsel aufgefordert worden. Bislang habe ich noch bequem meine iTAN-Nummern verbraten, die Umstellung auf das smsTAN-Verfahren steht demnächst an. Mal sehen.

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