Es gibt keine Pizza auf Usedom

In Ahlbeck auf Usedom gibt es nicht nur merkwürdige Schaufensterschilderchen, sondern auch keinen Pizzaservice. Auch nicht in Heringsdorf oder Bansin. Den Kaiserbädern mangelt es an Pizzalieferdiensten, und sollte es doch welche geben, haben sie sich gut versteckt.

Soll das so? So viele Urlauber, die nicht andauernd Fischbrötchen futtern oder in einem der vielen supitollen Restaurants speisen wollen und abends in ihren Ferienhäusern mal auf die Schnelle die hungrigen Mäuler ihrer zahlreichen Lieben zu stopfen haben. Und dann ist da nichts, was einem Essen macht und bringt? Gibt es da auch so eine Art Bäderregelung oder ein Agreement zwischen den ansässigen Pizzerien nach dem Motto „Kein Lieferservice! Sonst Betonschuh!“? Lohnt sich ein Lieferservice auf Usedom nicht? Fahren die Pizzabäcker nur von April bis Oktober?

Wir haben mal in Kühlungsborn lecker frische Pizza geliefert bekommen. Ostseebad, viele Hotels, kaum Einheimische – die Situation ist vergleichbar. Allerdings war das auch im September. In Heringsdorf urlaubend mussten wir jetzt zur Pizzeria hingondeln und die – dafür aber auch äußerst leckerfrische – Pizzen abholen. Ja, es gibt Schlimmeres, aber: schon komisch, das.

Mehr als ein feiner gastronomischer Ausgleich: mobile Glühweinbuden am Strand. Mit Liegestühlen, Kuscheldecken, Wintersonne und dafür ohne Sommertourimassen. Vor einem die ruhige See und liebe Leute, hinter einem der emsige Bagger, der neue Strandzugänge in die Düne planiert. Und irgendwo spielen die Kinder.

Foto: Cavan Riley via Flickr unter CC-Lizenz by-nc-sa

Feuerlöscher entsorgen in und um Neubrandenburg – ein kleiner Erfahrungsbericht

„Guten Tag, ich möchte gerne Feuerlöscher …“
„NEIN!“

Die unmissverständliche Antwort vom Müllmann kann man höflich mit zeitsparend umschreiben. Der Mitarbeiter der Ostmecklenburgisch Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH wurde offensichtlich nicht das erste Mal mit der nicht alltäglichen Frage konfrontiert, wo bitteschön Feuerlöscher außer Dienst hingetan werden sollten. Bei mir standen zwei dieser Dinger im Kellerraum, also rief ich den Annahmehof in der Ihlenfelder Straße an.

Dort offenbar also nicht.

Flink – denn auf einen Alternativvorschlag seitens des Müllannehmers wagte ich gar nicht zu hoffen – frug ich nach, wo ich denn stattdessen …

„Schadstoffmobil. Kommt im Herbst.“

Okay. Immerhin alle relevanten Infos in vier Worten, was will man mehr. Übermütig traute ich mich aus der Deckung und gierte nun nach des Müllmanns Mitleid, der Keller wäre doch schon sooooo voll und der Herbst noch sooooo weit hin und ob es denn … eventuell … noch eine andere … Möglichkeit?

„Jo. Bei Nehlsen in Hellfeld.“

Fünf Wörter, er wurde langsam gesprächig. Und wenn’s am besten läuft, sollte man aufhören, und so verschonte ich meinen gnaggeligen Guide durch den Entsorgungsdschungel mit Wo denn genau in Hellfeld?, Wie teuer? sowie Kennen Sie auch die Öffnungszeiten? und hoffte auf das Internet.

Und so kann ich berichten, dass Feuerlöscher in und um Neubrandenburg bei der Firma Nehlsen im Gewerbepark Hellfeld kostenlos abgegeben werden können – und zwar nicht hier, wie ich zuerst vermutete, sondern an folgender Stelle bei einem freundlich belegte Brötchen knuspernden Herrn in einem feinst Pin-up-verzierten Bürocontainer:


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