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Heute hat mich eine Amsel angepöbelt

Und das kam so:

Heute hat mich eine Amsel angepöbelt

Der Wetterbericht sagt für uns Sturm voraus.
Und da hängt ein Kranz vor unserem Haus.
Darin ein Nest, akkurat gestrickt
vom Amselweibchen, äußerst geschickt.

Drei Eier kuscheln sich tief im Neste.
Die Vogelmama will nur das Beste.
Sie baute am Heim fünf Wochen lang.
Nun ist sie um ihre Brut ganz bang.

Heute hat mich eine Amsel angepöbelt

Sie sitzt auf den Eiern und mustert mich kritisch.
Doch jetzt wird das Ganze hier hochpolitisch.
Denn die Menschenfamilie fordert ganz klar:
Mach das Nest fest – und zwar unmittelbar!

Denn sollten die Starkwinde wirklich hier wehen,
würde ein Vogelnestunglück geschehen.
Also mach ich mich auf mit Willen und Draht,
um das Nest festzumachen, wenn der Sturm naht.

Heute hat mich eine Amsel angepöbelt

Das ist nicht so einfach: Die Amsel ist sauer!
Ich komme ihr vor wie ein Vogel-Ei-Klauer.
Sie zetert und flattert und pöbelt und schreit.
Sie zerplustert ihr molliges Vogelweibkleid.

Heute hat mich eine Amsel angepöbelt

Sie weiß nicht, dass ich ihr Retter bin.
Sie ahnt nicht, dass ich hab Gutes im Sinn.
Sie hüpft um mich rum und meckert gar sehr.
Sie würde mich hau’n, wenn größer sie wär’.

Doch das Amselnest, das ist nun sicher.
Und mich überkommt ein bisschen Gekicher:
Denn als ich gehe, sieht sie mich an,
als wenn sie sagen wollte:
Das hat ganz schön gedauert, Mann!

Heute hat mich eine Amsel angepöbelt

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Gesichtgedicht, schlicht IV

Gesichtgedicht, schlicht IV

Heute Morgen: Herr Haken
quält sich aus den Laken,
äugt skeptisch in die Runde,
lässt Gähnen aus dem Munde.

Dann hat er sie entdeckt,
war’n ziemlich gut versteckt.
Sie kamen nachts in Rudeln:
die schwarzen Mörder-Nudeln!

Herr Haken hat Manschetten.
„Legt Nudeln doch in Ketten!“
Das fordert er seit Jahren
in mehreren Verfahren.

Die Richter folgten nie
seiner Pastanegrophobie.
Herr Haken resignierte –
bis Schlimmeres passierte.

Die Biester hatten gewartet,
bis die Winterzeit startet.
Herr Haken war ganz außer Form,
und die Attacke entsprach nicht der Norm:

Sie kamen erst von rechts unten,
wollten ihn an der Nas’ verwunden.
Dann griffen sie an von links oben.
Fast wollt’ sie Herr Haken schon loben.

Doch dann, seht!, wie er schimpfte,
und seine Hakennase rümpfte!
Er fackelte nicht lang mit der Pasta:
Er aß sie einfach auf.

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Basta!

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Noch mehr Lyrik

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Gesichtgedicht, schlicht III

IMG-20141028-00228Ein komplettes Rudel Magnete
hat plötzlich ein ruhiges Leben.
Es klebt hier an der Tapete.
Wo eben noch Buntseiten kleben,
sieht’s jetzt nicht grad aus nach ’ner Fete.

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Sondern mehr nach Trübsinn
auf Streben.

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Gesichtgedicht, schlicht II

10584002_852795508098780_1638645985655083159_nDer Kollegin Frühstückskäse
lachte mit Herz.
Und wenn er dies läse,
dann käm’ zwar der Schmerz
wejen dit janze Reimjewese.

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Doch am Ende erkennt er den Scherz.

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Spaß

Gesichtgedicht, schlicht

IMG-20140924-00182Mein Kumpel, Mister Spiegelei,
ist heute angefressen.
Der Grund: Er sah schon allerlei,
nur Hessen –
das war nicht dabei.

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Drum wird er jetzt gegessen.