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Musik

Für drei: Sterne

Das nächste Musik-Triple. Die Latte, sie liegt hoch, nach diesem spektakulären Keks-Auftakt.

1. Muse, Starlight. Genug geredet:

2. Das schlechteste Musik-Video aller Zeiten. Ehrlich. Irgendjemand in den Achtzigern hat einem Musikvideoproduzenten Zugriff auf viel zu viel Farbe erlaubt; heute ist so etwas per Gesetz streng verboten. Aber der Refrain von Erasures Star bleibt erst mal für ein paar Stunden im Kopf

3. Heftig, heftig, heftig! Wegweisendes Video und meines Wissens nach eines der ersten, in dem mitten im Song einfach mal eben so auf einen Remix umgeschaltet haben. Hier kommt die Band, die bald so bekannt ist … die mal so bekannt war … egal: eins, zwei, drei bis hin zur vier, Fünf Sterne Deluxe sind an deiner Tür:

Und aus aktuellem Anlass noch ein Bonustrack: Die Sterne – Verregneter Sommer

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Spaß

Cher

cher

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Familie Politik

Wahlempfehlung

Wahllokal 2009In Mecklenburg-Vorpommern sind demnächst Landtagswahlen. Auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier sahen wir aus dem Auto heraus zwei schmerbäuchige Dorfpolitiker, die an einem Laternenmast ihre Plakate sorgsam verschnürten. Es entspann sich folgender Dialog:

Luise: Was machen die Männer da?
Papa: Die hängen Wahlplakate auf.
Luise: Warum denn?
Papa: Sie wollen gewählt werden. Das sind Politiker, die wollen entscheiden dürfen, und darum müssen sie darum werben, von den Menschen zum Entscheider gewählt zu werden.
Luise: Also ich wüsste ja, wen ich wählen würde.
Papa: Ach ja? Wen denn?
Luise: Na diese Politiker-Frau mit den langen blonden Haaren. Die sieht nett aus.
Papa: Aha.
Luise: Ja, die habe ich schon mal im Fernsehen gesehen.
Papa: Soso. Wie heißt die denn?
Luise: (überlegt) Manuela …
Papa: … ja …
Luise: … Manuela … jetzt weiß ich’s: Manuela Schwierig.

foto:sebastian_finsel mit cc-lizenz by-nc-sa
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Ratgeber

Aus aktuellem Anlass: 30 Tipps gegen Mücken

It sucked my blood

foto:gagstreet unter cc-lizenz by-sa

Und zwar, bevor Geruch der Stich entsteht. Habe einfach mal kurz gegugelt und alles halbwegs Plausible hierhereinkopiert. Werde vor den nächsten Außeneinsätzen ein paar Methoden durchtesten. Denn es ist ja nicht mehr feierlich. Bei der Entwicklung der Stechmücken hat die Evolution aber definitiv mal ein paar ganz miserable Jahrtausende gehabt.

Mistviecher!

  • UV-Lampe mit „Grillrost“.
  • Halbe Zitrone mit Nelkensamen drin.
  • Autan.
  • Fliegengitter, Fliegenklatsche, Fliegenspray.
  • Paral Steckdosenstecker mit den blauweißen Streifen.
  • Moskitonetz über dem Bett.
  • Anti Brumm Forte.
  • Eine Kerze ins Zimmer nebenan zu stellen und die Zimmertür einen Spalt offen lassen.
  • Staubsauger, Feuerzeug, Deo.
  • Homöopathie: Sttaphisagria D 30 1 Gabe … ungefähr 5 Globuli.
  • Wenn Du Platz hast für einen Pflanzkübel, versuche es doch mal mit Lavendel.
  • Repellents – sie sind als Roll-On-Stick, Lotion, Mückenpflaster sowie als Spray erhältlich.
  • Ätherische Öle wie Zitrone, Bergamot, Eukalyptus, Sandelholz, Minze, Zimt, Kampfer.
  • Mückenzeugs von der Bundeswehr.
  • Zerriebene Salbeiblätter in einer feuerfesten Schale angezündet vertreiben durch ihren würzigen Duft die Plagegeister.
  • Am besten helle Kleidung tragen – und: sich täglich waschen.
  • Tomatenpflanzen, Katzenminze oder Duftgeranien am Fensterbrett platzieren.
  • Zanzarin Bio-Hautschutz-Öl.
  • Die Klimatisierung von Räumen soll Stechmücken abschrecken, weil sie nicht von warm nach kühl fliegen.
  • Gelbes Licht können Mücken angeblich nicht sehen; sie werden also von gelb strahlenden Glühbirnen nicht angezogen.
  • Räucherspiralen vergiften, wenn sie im Freien eingesetzt werden, ungezielt auch nützliche Insekten und sind im Übrigen bei Wind wenig wirksam.
  • Knoblauch.
  • Lavendel, Anis und Katzenminze (besonders wirksam) im Verhältnis 1:4 mit Körperlotion mischen.
  • Stichdichte Funktionskleidung, wie sie beispielsweise Fjällräven anbietet; auch von Craghopper und Vaude gibt es Anti-Mücken-Kleidung.
  • Neemöl.
  • Meine Oma schwörte immer auf Zuckerwasser mit Hefe.
  • Essigwasser anmischen mit einem Glas Wasser und ca. 4 Tropfen Wasser und sich damit einreiben.
  • Mosiguard, die bieten Mueckenschutzprodukte auf pflanzlicher Basis in verschiedenen Varianten an.
  • Fenistil-Gel.
  • Einfach akzeptieren und auf den Winter warten.
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Links

Aufgelesenes vom 20. Juli 2011 bis 16. August 2011

Aus Gründen hebe ich mir einige Lesezeichen auf. Man weiß ja nie, wozu man die noch mal brauchen könnte.

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Links Netz

Stillgelegt

alt

foto:max mit cc-lizenz by-nc-sa

!! Achtung !! Lange Ladezeiten aufgrund vieler Fotos !! Achtung !!

Eine vor sich selbst warnende Internet-Seite; dass es heute so etwas noch gibt! Ein Mann namens Martin Wollmann hat da drei Frames in grün und schwarz ins Netz gefrickelt, zu einem Thema, das nerdiger nicht sein kann: Streckenbegehungen stillgelegter Schmalspurbahnen.

Booyaka!

Zuletzt offenbar vor einem halben Jahr aktualisiert, gehört die Wollmannsche Retro-Seite www.stillgelegt.de zu denjenigen Dingen, weshalb derer so etwas wie ein weltweites Computernetz vermutlich überhaupt erfunden wurde. Damit sich zum Beispiel Anhänger von Streckenbegehungen stillgelegter Schmalspurbahnen über ihr, nun ja, eher ungewöhnliches Hobby austauschen können. Und immerhin knapp 300.000 Klicks hat die Seite bisher gezogen.

Der geneigte Seitenbesucher wird Zeuge von früheren Eisenbahnlinien in Ostdeutschland (und Hamburg), in MV geht das von der Mecklenburg-Pommerschen Schmalspurbahn über die Rügensche Kleinbahn bis hin zur Kleinbahn Casekow-Penkun. Und einmal an die Seite gefesselt kann der Besucher den Aufwand erahnen, den ihr Betreiber getrieben haben muss, um mehr als einhundert Eisenbahn-Streckenverläufe aus vergangenen Zeiten in Wort und Bild akribisch zu dokumentieren.

Welche Strecken Martin Wollmann bereits abgearbeitet hat, zeigt diese Karte.

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Netz

Warum gibt es in Google Chrome keine Sidebar für Lesezeichen?

Warum gibt es in Google Chrome keine Sidebar für Lesezeichen?Es heißt ja immer wieder, dass es im Internet alles gibt. Alles! Das gilt auch für das Internet-Werkzeug, den Browser. Der Anwender darf wählen zwischen Internet Explorer, Mozilla Firefox, Opera, Safari – und Chrome, dem Google-Browser. Er braucht nur die Suchmaschinen anzuschmeißen und nach „Erweiterungen“ suchen und kann so für jedes Surf-Problem eine Lösung, für jeden Geschmack ein Design, für jede Freak-Idee eine Umsetzung finden.

Nun ist es so, dass mittlerweile viele Bildschirmarbeiter vor einem Breitwandscreen sitzen, der statt des alten 4:3-Seitenverhältnisses das breitere 16:9 oder 16:10 darstellen. Da die meisten Websites in ihrer Breite begrenzt sind, kleben sie im breiten Format unschön weit am linken Bildschirmrand. Kein Problem eigentlich, denn links lagern üblicherweise die eigenen Lesezeichen, übersichtlich in Ordnern sortiert. Die eigentliche Seite rutscht dadurch wieder brav in die Bildschirmmitte.

Außer bei Chrome.

Da gibt es sowas nicht. Nicht von Haus aus, nicht in Erweiterungen, nicht in Apps, gar nicht. Außer irgendwelche Hardcore-Frickler bekommt in Chrome niemand seine Lesezeichen an den linken Bildschirmrand geklemmt. Die Seiten kleben links am Rand, die Lesezeichen oben. Und wer ein paar mehr hat und sie in Ordnern und Unterordnern sortiert hat, darf sich durch Pop-up-Menüs hangeln, was auf Dauer keinen Spaß macht.

Und ich frage nun: Warum?

Natürlich habe ich im Netz gesucht, gefunden habe ich statt einer Lösung nur gefühlte 1,6 Millionen von verzweifelten Nutzerhilfeschreien. Meistgelesen: „Chrome ist toll, aber wenn die Lesezeichen nicht an die Seite dürfen, bleibe ich bei Firefox.“ Stellvertretend verlinke ich mal diesen Thread im Chrome-Hilfe-Forum.

In diesem Strang ist die Rede davon, dass eine API kommen soll, um entsprechende Browser-Erweiterungen zu ermöglichen. Das war allerdings vor fast einem Jahr, geändert hat sich bislang nichts. In diesem Zeitraum hat sich die Nutzung des Chrome-Browsers unabhängig von der Messungsmethode in etwa verdoppelt (Netmarketshare, Webanalyse).

Also nochmal: Warum?

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Familie sl.

Zwei Porträts für ein Halleluja

Talent. Ein großes Wort, das manchmal den kleinen Unterschied ausmacht. Das manchmal das I mit Tüpfelchen vom tüpfellosen seperiert. Das oft den schmalen Grat zwischen Joaa, ganz nett, ne und Heeyy! Großartig! bedeutet.

Ich möchte das hier mal an einem Beispiel demonstrieren.

Nehmen wir Bud Spencer. Der heimliche Held aller Cineasten traf zweieinhalb Dekaden zuvor auch meinen Prügelkomödiennerv, was – wenn ich die Filme heute ansehe – wohl auch an der brummbärigen Whiskeyzigarrenstimme des Spencerschen Synchronsprechers gelegen hat. Und was hatte ein Heranwachsender Mitte der 80er? Viel Zeit und noch keinen Computer.

Nichts lag also näher, als Bud Spencer einfach mal zu zeichnen malen.

bud spencer, schlecht

Klar, das ist Bud Spencer, und für eine flink aufs Blatt geworfene Bleistiftskizze gar nicht mal übel. Hervorstechend brillieren auf diesem frühen Meisterwerk die klare Linienführung und der epochengründende Mut zur Abstraktion.

Das würde ich angebenderweise im Normalfall schreiben.

Das Problem: Es gibt Beweisunterlagen. Und da mein Bruder älter ist, bekäme ich nur unbotmäßigen Ärger, hielte ich die Wahrheit zurück. Und so schließt sich der Kreis; ein Bud wurde schlechtschnöde abgemalt, ein Bud wurde gezeichnet. Ich habe für die Krakelversion Ewigkeiten benötigt (und wäre ohne seine Vorlage komplett aufgeschmissen gewesen), der talentierte Mr. Großlanger hingegen dürfte damals auf dem Lindenberg sich mal kurz ein bisschen bemüht haben – und schwupps, er hatte ihn getroffen:

bud spencer, gut

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Spaß

Buchstäbchen

IMG_0810

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Familie sl.

Die Tasse Kaffee am Morgen

Coffee Bubbles

foto:picturezealot mit cc-lizenz

Es ist die erste halbwegs bewusste Aktion nach dem Aufstehen. Als Frühstücksabschnittsbevollmächtigter genieße ich das Privileg, die Kinderankleidefront flink umkurven zu dürfen, die hungrig miauende Katze noch kurz ignorieren zu können. Noch vor dem Radio widme ich mich halbautomatisch dem Wasserkocher, füllen, platzieren, Kippschalter, klick!

Mit dem Wasser erwärmt sich auch die Vorfreude.

Zwei Pötte gegriffen, Milchkanne auf, anderthalb Dingens Kaffeepulver in den einen, anderthalb in den anderen Pott. (Das korrekte Wort lautet Kaffeemaßlöffel, es wurde vermutlich von Loriot erfunden.) Wie die Katze auf das Klackern am Plastenapf reagiert mein Körper auf das Sprudeln im Wasserkocher mit erhöhter Aufmerksamkeit.

Es ist nun bald soweit.

Das Frühstück ist fast fertig, vereinzelt lugen halbbekleidete Kinder um die Ecke, das nun kochende Wasser darf sich beruhigen – aber nur kurz: ein Schwall hier, ein Schwall dort. Dort etwas weniger, sie braucht schließlich noch Platz für ein bisschen Milch. Soll sie kriegen, ihr täglicher Kampf mit den Konfektionsgrößen muss anständig belohnt werden.

Und das heiße Wasser bittet den Kaffee zum Tanz.

Etwa eine Minute vor dem ersten Schluck rühre ich noch einmal kurz um, kein Quant Aroma soll verschenkt sein. Sie hat ihren meist schon zur Hälfte geleert, die Kinder plappern, die Katze futtert entspannt – und es ist soweit: der erste Schluck. Schwarzer, starker Kaffee, in der Großtasse aufgebrüht; mehr nicht. Keine Milch, kein Zucker, keine Filter, keine Crema. Der erste Wachmachermoment des Tages.

Und wenn die ersten Krümel kommen, ist er schon vorbei.