Bitte selbst ablesen – die Stadtwerke und ihr Inkassodienstleister

Kompetenz, Sicherheit und Zuverlässigkeit bilden die Basis von Vertrauen und Zufriedenheit des Kunden. Im Umgang miteinander heißt das für uns: Offenheit, Aufrichtigkeit und Berechenbarkeit – versprochen.

Diese wie in Marmor gemeißelte Statement steht auf der Seite des Leipziger Inkassodienstleisters Metering Service Gesellschaft. Die MSG hat eine Außenstelle in der Neubrandenburger John-Schehr-Str. 1, wo auch die Stadtwerke sitzen. Praktisch, weil die MSG für neu-sw die Jahresablesung für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme durchführt.

Und an dieser Stelle möchte ich MSG und Stadtwerken gerne mal den erhobenen Daumen zeigen. Jawoll, topp, gut gemacht! Wann erlebt man es in wirtschaftswindigen Zeiten wie diesen, dass Versprechen – und davon sprechen wir hier, siehe Zitat oben – auch wirklich eingehalten werden?

Offenheit, Aufrichtigkeit und Berechenbarkeit. Nachdem die Jahresablesung gestern zu Ende gegangen ist, möchte ich nun anhand des folgenden Leistungsnachweises ein persönliches Fazit ziehen.

ableser

Offenheit? Japp, das sensible Anschreiben lässt zu keinem Zeitpunkt Zweifel am wahren Anliegen des Autoren – check. Aufrichtigkeit? Jawoll, kein unnötiges Höflichkeitsgeschwurbel vernebelt den Blick, check. Berechenbarkeit? Na klar, das so simple wie vergnügliche Spiel der doppelten Auslagerung kennen wir schon vom vergangenen Jahr – dreimal check, hurra!

Die Regeln sind ganz einfach: Die Stadtwerke lagern ihre Arbeit zur MSG um, der spaßvogelige MSG-Mitarbeiter kommt an einem Arbeitstag irgendwann zwischen 9 und 5 und lagert seine Arbeit an mich um, denn ein zweiter Termin ist aus Gründen der Betriebswirtschaftlichkeit natürlich nicht vorgesehen.

Was für eine Verschwendung: Menschen fahren durch die Gegend, um andere Menschen, die ihnen Räume aufschließen sollen, nicht anzutreffen; sie stecken Postkarten in Briefkästen, auf denen steht, dass sie da waren, die anderen Menschen leider aber nicht, und außerdem die Bitte, dass die anderen Menschen doch jetzt bitte ihre Arbeit erledigen sollen, weshalb sie mitsamt ihrer Vordruck-Postkarten ja eigentlich durch die Gegend fahren, aber vor lauter Postkarten-in-Briefkästen-stecken gar nicht so richtig dazu kommen.

Wie kann man aber auch am helllichten Tag einfach so nicht zu Hause sein.

Wenn Kommentar - dann hier:

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Angaben sind markiert *

*