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Was passiert mit der ehemaligen POS 18 auf dem Lindenberg?

Diese Frage stellen sich nicht nur die Bewohner des Stadtteils im Süden Neubrandenburgs. Seit Jahren verwittern die Gebäude der ehemaligen Polytechnischen Oberschule 18 „Feliks Edmundowitsch Dzierzynski“ da so herum und sind alles andere als schön anzusehen, wenn man nicht gerade auf kaputte Plattenbauten steht.

In der Schule, in der ich 1983 eingeschult wurde, wohnen jetzt Fledermäuse, so steht es zumindest heute in der Zeitung. Ein Investor will dort ein paar Läden hinstellen und hat schon mal ausgerechnet, dass allein für die adäquate Umsiedlung der Tiere 40.000 Euro kalkuliert werden müssen. Immerhin hätten die Lindenberger dann mal endlich wieder eine Kaufhalle im Viertel.

Im September 2011 habe ich mal ein paar Bilder der alten Schule gemacht, heute dürfte es dort nur unwesentlich anders aussehen:

Rest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 Neubrandenburg
Rest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 Neubrandenburg
Rest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 Neubrandenburg
Rest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 NeubrandenburgRest der POS 18 Neubrandenburg

POS 18 Feliks Dzierzynski Neubrandenburg 2011, a set on Flickr.

Noch mehr Schulruinenbilder aus Neubrandenburg gewünscht? Hier geht’s zur Bildergalerie der mittlerweile abgerissenen Turnhalle der POS 5 „Antonin Zapotocky / IGS Mitte in der Neubrandenburger Innenstadt.

11 Antworten auf „Was passiert mit der ehemaligen POS 18 auf dem Lindenberg?“

Hallo.

Gestern war ich bei der Schule und habe fotografiert. Ich bin der „Abriss-Fotograf“ der am Wochenende 25. / 26. Juli 2015 im Nordkurier drin stand; fast eine ganze Seite von mir.

Die 18. POS – 7. GS Lindenberg wird in den kommenden Monaten abgerissen, wo ich wieder bei bin.

Was mich interessieren würde: Wann wurde diese Schule gebaut und in Betrieb genommen? Und seit wann steht sie leer?

Gibt es Fotos dieser Schule, als sie noch in Betrieb war – wo die Fenster noch heil waren und die Schule noch nicht verbarrikadiert war?

Das wäre sehr schön, da was raus zu finden.

Es wundert mich, dass die Schule einen Chemieraum hatte. In der Grundschule gibt es doch gar keinen Chemie-Unterricht.

Viele Grüße

Hallo selanger. Das ist wirklich sehr interessant. Diese Info werde ich in meine Fotobücher über den Abriss dieser Schule mit eintragen. Der Bauzaun steht ja schon – die Schule wird wohl im Februar oder März abgerissen.

Mich würde es auch sehr interessieren, ob Fotos existieren, als die Schule noch in Betrieb war?

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Hallo Selanger.

Ich habe in meinen Unterlagen nachgesucht, da ich wusste, dass ich früher schon einmal bei der Schule war und Fotos gemacht habe. Und ich habe die Fotos gefunden.

Sie haben 2011 welche gemacht. Und meine sind von Sonnabend, dem 14. Januar 2006.

Also 10 Jahre alt. Ich habe die Schule da schon mal von allen Seiten aufgenommen. Die Fotos sind ein super Vergleich zu der jetzigen Zeit, da die Schule dort noch 98 % heil ist. Fast noch kein einziges Fenster ist kaputt und das Grafitti viel weniger.

Die Fotos scanne ich jetzt ein bei mir. Wenn Sie Interesse hätten daran? Melden Sie sich.

Viele Grüße.

Hallo,
ich bin von 1976 bis 1980 in dieser Schule gegangen
habe ein Video von der Schule gemacht ca. 1990 vom 6 Stock aus also fast von oben.
Ja der Chemieraum war für die Oberstufen ca. ab 5. Klasse.
zu DDR Zeiten gab es keine Trennung, es gab die Unterstufen und Oberstufen in einer Schule bis 10.Klasse
schöne Grüße.

Hallo. Vielen Dank für die Infos. Also das Fotobuch ist noch nicht fertig. Aber in Bearbeitung. Ich habe derzeit viel in der Stadt von Seiten des Stadtarchivs zu tun.

Für Ihre Interesse lasse ich einmal meine Mail hier, über die ich erreichbar bin:

bjoern_kruse.1986@gmx.de

Ich habe vor dem Abriss alles von innen abgelichtet. Jeden Raum. Mit einer Drohne die ich einst hatte, habe ich Aufnahmen von oben gemacht. Den Abriss habe ich auch exakt dokumentiert.

Viele Grüße.

Wer Interesse hat, kann sich gern melden.

(Klick auf die Bilder startet Bilder-Slideshow)

Anlässlich eines bevorstehenden Klassentreffens habe ich mich mal aufgerafft (okay, es waren ein paar Klicks, mehr nicht) und die im September 2011 und März 2012 geknipsten Bilder meiner Schule endlich in die Wolke schweben lassen. Da es seit der Schulzeit mit Menschen generell und Kindern im Besonderen hier etwas rarer geworden ist, brauchte niemand mehr einen derart überdimensionierten Kasten. Was dagegen immer nötiger wird: Wohnungen in Innenstadtnähe. Also: Abriss.

In der Neubrandenburger Innenstadt stand bis vor drei Jahren ein Gebäude, in dem ich zehn Jahre meines Lebens zu einem nicht ganz unbeträchtlichen Teil verbracht habe. Das Haus war kein schönes, aber auch keines der Standard-DDR-Baukasten-Schulen wie die POS 18 auf dem Lindenberg. Die Schule bot eine spacige Turnhalle, den Wunderwall gleich nebenan und Russisch-Unterricht ab Klasse drei. Sie trug den Namen des zweiten kommunistischen Staatspräsidenten der Tschecheslowakei und ersetzte nach der Wende das Wortungetüm „Polytechnische Oberschule“ mit dem Wortungeüm „Integrierte Gesamtschule“, nur dass eben der Staatspräsident ersatzlos gestrichen wurde.
Und wie das mit Schulzeiten eben so ist: Es war eine schöne Zeit. Es gäbe viel zu erzählen, aber das macht Opa dann lieber erst mal am Wochenende in analog. Ich freu’ mich schon.

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