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Die Spaßbad-Chroniken III – Die Rutsche

„Spaßbad“ ist ja auch so ein Begriff …
… und das geschah bisher: Teil I, Teil II.

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ThermeErding_0765

Foto: Götz A. Primke via Flickr unter CC-Lizenz by-sa

Bevor sich Weiblein und Männlein vor dem rituellen Duschen fein säuberlich trennen, bleibt ein kurzer Moment … [… wofür?]

„Spaßbad“ ist ja auch so ein Begriff …
… und das geschah bisher: Teil I, Teil II.

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ThermeErding_0765

Foto: Götz A. Primke via Flickr unter CC-Lizenz by-sa

Bevor sich Weiblein und Männlein vor dem rituellen Duschen fein säuberlich trennen, bleibt ein kurzer Moment für ein erstes Zwischenfazit: Weil sämtliche Spaßbadräume wegen eines neuen EU-Rechts total überheizt sein müssen, sind alle potenziellen Badeteilnehmer bereits komplett durchgeschwitzt, bevor sie auch nur einen Fuß in den trüben Traum aus Chlor gesteckt haben. Das lustvolle Eintauchen ins erfrischende Nass werde sie allerdings auch nicht so schnell zelebrieren können. Denn vor dem Baden und Schwimmen hat der liebe Spaßbadgott das Rutschen geplant.

Dazu muss einer der von der lauwarmen Hygienedusche noch bibbernden Aufsichtsberechtigten mit den vor lauter Vorfreude dauerjuchzenden Kleinen lediglich sieben Mal sechzehn Stufen Richtung Start hinaufklettern. Am dortigen Ende der Warteschlange sind es dann nur noch drei Mal sechzehn Stufen bis zum eigentlichen Rutschvergnügen, es bleibt also genug Zeit zum Lufttrocknen und wasserspritzende-Pubertierende-böse-Ankucken.

Schließlich ist es soweit. Springt die Spaßbadrutschenampel auf grün, dann ist das wie Weihnachten und Ostern und Namenstag zusammen. Endlich ist es erlaubt, mit einem Kampfschrei in ein dunkles Loch zu hüpfen, auf dass einen die 70-Prozent-Neigung möglichst schnell auf etwa 80 Stundenkilometer beschleunigt, die es auch braucht, um den Zweifach-Looping absolvieren zu können.

Läuft alles gut, prallt ein komplett desorientierter Erwachsener nach 20 Sekunden Blindflug beim schwungvollen Eintauchen ins Landebecken nur mit seinem Kopf ans eigene Knie. Läuft es weniger gut, begräbt er dabei zwei Nichtschwimmerflitzpiepen unter sich, die sich nicht rechzeitig davon gemacht haben und deren Familienclanmitglieder mit entschlossenen Gesichtern diverse Fehdehandschühe und Visitenkarten befreundeter Winkeladvokaten ins Wasser rieseln lassen.

Läuft es dagegen richtig schlecht, erreicht der Erwachsene wegen komplett rutschuntauglicher Badelangshorts weder das Landebecken, noch die Höchst- oder wenigstens die Mindestrutschgeschwindigkeit. Stattdessen bremst er fatalerweise immer weiter ab und bleibt im etwas flacheren Mittelteil der Bahn dann komplett stecken. Zu seinem Glück wird er nur wenige Sekunden später von den 120 Kilogramm eines gewissen Hans-Peters durch die Tube gedrückt. Und die hervorragend gleichmäßig auf dem Rücken verstreuten Hämatome waren auch schon nach nur wenigen Wochen wieder weg.

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Es folgt eine Fortsetzung.

3 Antworten auf „Die Spaßbad-Chroniken III – Die Rutsche“

Erst einmal konnte ich nur lachen. Aber dann wurde mir bewusst, dass Realität nicht süffisanter beschrieben werden kann. Chapeau!!!

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