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Menschen interessieren sich für Menschen

Menschen interessieren sich für Menschen. Dieser Gemeinplatz taucht immer mal wieder in der Redaktion auf, wenn ein allzu trockenstaubiger Text den Weg zu des Lesers wählerischen Augen zu nehmen droht. „Nettes Thema“, heißt es dann, „aber kann man das nicht an einem Menschen festmachen?“

„Menschen interessieren sich für Menschen“ ist auch eine einfache Antwort auf die Frage, was denn mit diesem Internet in den letzten Jahren so passiert ist. Irgendjemand hat begonnen, soziale Netzwerke zu erfinden, und zack! – klicktippten sich plötzlich auch Netzferne und Computerpessimisten durch die Profilhalden der Bekannten und Verwandten.

Menschen interessieren sich für Menschen, das hat vor mehr als acht Jahren auch Mark Zuckerberg begriffen. In einigen Tagen reüssiert das von ihm gegründete soziale Netzwerk Facebook an der Börse. Im Film „The Social Network“, der die Entstehung von Facebook nachzeichnet, beklagt sich ein Kommilitone Zuckerbergs beim Uni-Präsidenten, dass Mark Zuckerberg seine Idee geklaut habe: „Diese Idee ist potenziell Millionen Dollar wert!“ Der Präsident, der ehemalige US-Finanzminister Lawrence Summers, antwortet hochkopfert: „Da gehen aber doch wohl Ihre Vorstellungen ein wenig mit Ihnen durch.“

Nach dem Börsengang wird der Aktienwert von Facebook rund 100 Milliarden Dollar betragen.

Erstveröffentlicht als Kolumne im Nordkurier

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Zwei Klicks für mehr Datenschutz

Zwei Klicks für mehr DatenschutzDas ist manchmal alles gar nicht so einfach mit diesem Internet. Da siehst du was Interessantes, klickst, landest auf einer Seite, liest und findest das gut. Dann hat jemand dieses Facebook erfunden, wo sie alle sind, und warum solltest du den anderen nicht sagen, was du gerade Tolles entdeckt hast?

Weil schon beim Laden des Textes Informationen von dir zu Facebook, Twitter, Google+ und was es sonst noch an Sozialnetzen gibt geschickt werden. Ohne dass dich jemand darum gebeten oder auch nur gefragt hätte. Zwar gibt es Schlimmeres auf der Erde, aber das gibt es ja immer. Warum dem Seitenbesucher nicht selbst überlassen, welche Daten er wem übermitteln möchte?

Deshalb sind die bunten Share-Knöppe unter den Beiträgen hier nun grau. Mit der Maus drüberfahren – schwupps, gibt’s eine kurze Erklärung; ein Klick macht den Knopf bunt und den Artikel „teilbar“, die lange Erklärung des ganzen steht bei Heise Online. Das notwendige Plugin „2-Click Social Media Buttons“ stammt von dem gebürtigen Rostocker Programmierer Helmut-Peter Pfeufer.