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Fieser Tempo-60-Blitzer auf der Berliner Stadtautobahn

Aus aktuellem Anlass hier mal eine kleine Warnung für alle, die nur selten auf der Berliner Stadtautobahn A100 fahren: Seit einem Jahr gibt es dort in Richtung Hamburg eine Tempo-60-Zone (in etwa hier), die gerade nachts alles andere als gut gekennzeichnet ist und mit einem fest installierten Blitzer endet. Warum das so ist? Weil da ’ne Brücke bröckelt. Aber vielleicht könnense die ja mal heilemachen, wenn diese Sache mit dem Flughafen durch ist.

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Sport Sprache

Standardsituationen im Fußball und die DDR

standard

Es gibt ja generell nicht ganz so viele Dinge, die die DDR in die Deutsche Einheit einbringen konnte. Das Land stand ’89 kurz vor dem Staatsbankrott, liest man da immer wieder. Dann hatten die Leute kaum Zeit und noch weniger Nerven, sich von Mauerfall bis D-Mark zu besinnen und mal ’ne Inventur zu machen und nachzudenken, was ist Kunst und was kann weg. Wenn dann mal zu den einschlägigen Jubiläen flink Beispiele gesucht werden, findet man im Normalfall Produkte wie Rotkäppchen-Sekt, Bautz’ner Senf oder Nudossi, Wörter wie Broiler, Datsche oder Soljanka und dann vielleicht noch die Kindergärten-Dichte und den Grünen Pfeil.

Doch im Fußball?

Hans Meyer sitzt im Präsidium von Borussia Mönchengladbach seine Rente ab, Matthias Sammer hat das Haifischbecken Bayern München verlassen, und Toni Kroos wurde erst geboren, als die DDR schon hastig ihre Auflösung plante. Das jüngste 11-Freunde-Spezial zur DDR ist vergnüglicher Lesestoff für die Zielgruppe und hat sogar eine Neubrandenburg-Story, doch im Prinzip kannste auch da den „Opa erzählt vom Krieg“-Stempel raufpfeffern, und keiner könnte meckern.

Doch dann kuckste Tschämpjenslieg, und der Reporter reportiert begeistert von den Standards, den die Mannschaft so meisterhaft beherrscht, DIESE STANDARDS, LIEBE ZUSCHAUER! STANDARDS VOM ALLERFEINSTEN! Ein Beispiel aus dem Lehrbuch der Standardsituationen sei dieser Freistoß da eben gewesen, und dann denkste, wenn der Typ nochmal Standard sagt, flippste aber aus, und er sagt EIN SUPPASTANDARD!, und du willst eigentlich ausflippen, landest aber dann doch wieder nur irgendwo im Internet und erkundigst dich beflissentlich über die Herkunft der Fußballvokabel „Standardsituation“.

Und schwupps!, da sind wir dann schon wieder bei der DDR.

Der Begriff tauchte im Fußball erstmals in den 1970ern in der DDR auf. Im westdeutschen Fußball wurde der Begriff gegen Ende der 1980er Jahre übernommen.

Behauptet das Lexikon. Stichprobe im Spiegel-Archiv:

„Manndecker“, neben den „Standardsituationen“ die derzeit gängigste Kreation aus dem unerschöpflichen Reservoir deutscher Sportsprache, sind ganz offensichtlich wieder in.

Das wird im „Spiegel“ vom Dezember 1987 festgestellt, und vorher habe ich keine Fußball-Standards dort gefunden. Auch im Zeit-Archiv wird 1986 noch ein schnöder „langer Paß auf den Flügel und dann Flanke nach innen“ als Standardsituation bezeichnet. Im Rechtschreib-Duden taucht „Standardsituation“ erstmals 1986 auf. Über das 1988 erschienene Buch „Standardsituationen“ des Schriftstellers Eckhard Henscheid heißt es etwas muffigböse:

Der Wechselbalg stammt aus dem Sumpf der neudummdeutschen Sportreportersprache und bezeichnet – unter anderem – das, was ehedem Einwurf, Ecke, Strafstoß hieß.

Stichprobe im Archiv des „Neuen Deutschlands“, des früheren SED-Zentralorgans. „Zwei Standardsituationen zum Erfolg über Rumänien genutzt“, heißt es dort schon 1973, und das ist beileibe nicht der einzige Treffer in den Siebzigern. Wer die Möglichkeiten und die Muße hat, wird sicherlich noch frühere Fußball-Standards in der DDR-Schriftsprache aufspüren können.

Nur: Warum? Nun, „Standards“ fassen Dinge zusammen, die vorher mühsam haben aufgezählt werden müssen: Anstoß, Freistoß, Eckball, Einwurf. Nur logisch, dass sich der Begriff durchsetzt, der Mensch ist eben ein bequemer. Aber wieso entsprang die neue Bedeutung ausgerechnet im Osten Deutschlands? Die Antwort gibt eine Publikation der Arbeitsstelle für Hochschuldidaktik der Universität Zürich aus dem Jahr 2008.

In „Standardsituationen – Die universitäre Lehrveranstaltung als Fussballspiel“ (PDF) erklärt der Schweizer Historiker Christan Koller die Hintergründe. Er schlägt dabei einen Bogen vom Gefechtsdrill bei der Armee („… lag das fussballerische Training dabei im Trend sowohl der zivilen als auch der militärischen Didaktik …“) über Turntraditionen („Mit der Einübung standardisierter Bewegungsabläufe bei stehenden Bällen im Fussball wurde einerseits ein Stück alter Turnerkunst aufgegriffen“) bis hin zum „Wissenschaftlichen Sozialismus“, und konstatiert:

Disziplinen, bei denen standardisierte Spielzüge eine wichtige Rolle spielten und die sich deshalb im Geiste des «Wissenschaftlichen Sozialismus» analysieren und trainieren liessen, hatten in der Sportpolitik des «grossen Bruders» Sowjetunion seit jeher eine wichtige Rolle gespielt.

Kein Wunder also, so Koller, dass die Sowjets in Schach und Eishockey so gut waren. Und kein Wunder ebenso, dass in der DDR, wo einerseits die Sowjetunion in jenen Zeiten gerne als kulturelle Blaupause verwendet wurde und andererseits der Fußballsport aufgrund der bescheidenen Erfolge in den Siebzigern (Olympia-Bronze, -Gold und -Silber, das 1:0 von 1974, der Europapokal-Sieg des 1. FC Magdeburg) Konjunktur hatte, das sozialistisch Planbare, Messbare, Einübbare im so chaotisch-individuellen Fußball fleißig mit einer neuen Wortbedeutung hervorgehoben wurde.

Dass diese „Standards“ sportsprachlich auch sonst eine ziemlich gute Idee gewesen waren, zeigte sich allerdings erst ein Jahrzehnt später, als die Standardsituationen aus dem „Sumpf des Neudummdeutschs“ in den gesamtdeutschen Sportwortschatz einsickerten. Heute ist die Genese des Begriffs zwar zumeist unbekannt, seine Popularität aber dennoch ungebrochen. Und damit das hier nicht allzu trocken endet, habe ich mal aus dem aktuellen Weltfilmangebot ein paar knuffige Standards herausgefischt:

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Musik Politik

Nichts zu fürchten

Die viel zu vielen Bilder und Nachrichten machen den Einzelnen nur kleiner, als er in Wirklichkeit ist. Die Kenntnis des großen Ganzen lassen den Menschen vergessen, dass er sich auch gegen die Angst entscheiden kann. Dabei gibt es doch eigentlich nichts zu fürchten.

Diese Tage bieten eine passende Gelegenheit, eines der wenigen Depeche-Mode-Cover vorzustellen, die das Original besser machen. Das griechische Synthie-Pop-Duo Marsheaux haben sich das 1982er-Album „A broken frame“ komplett vorgenommen und vor allem den 35 Jahre alten Sound den modernen Hörgewohnheiten angepasst. Davon profitiert vor allem das epische Instrumental „Nothing to fear“:

Nicht unpassend dazu auch der Fakt, dass Chris Rea ebenfalls einen Song namens „Nothing to fear“ in seinem Repertoire hat, in dem es um einen Europäer geht, der Muslime willkommen heißt. Der also etwas praktiziert, was sich derzeit als eine Art gesellschaftlicher Lackmus-Test etabliert:

In God’s own name let’s eat together
In God’s own name please come in peace
See how our children play together
While you and me we stand alone

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Sport

Warum die Giovanni Trapattonis Wutrede in Salzburg noch besser war

Da gestern die legendäre Giovanni-Trapattoni-Wutrede volljährig wurde, ploppten natürlich hier und da wieder Ausschnitte mit den längst in den popkulturellen Kanon eingegangenen Redewendungen auf. Ein wenig schade ist es allerdings, dass ein ebenso beachtenswerter Auftritt Trapattonis in Deutschland deutlich weniger Aufmerksamkeit fand.

Denn was der Maestro 2007 als Trainer des FC Red Bull Salzburg den Journalisten in die Mikrofone sprach, hat mindestens das Niveau der berühmten Bayern-Rede. (Die hat jedoch einen ganz klaren Vorteil: Sie ist deutlich kürzer.)

Fußballphilosophisch geht die Zehn-Minuten-Suada Trapattonis nach DGNA-Ansicht sogar teilweise darüber hinaus, was mit „Was erlaube“ und „Flasche leer“ schon als Gipfel der Sport-Aphorismen angesehen wurde. Wir erlauben uns an dieser Stelle, chronistenpflichtig einige Beispiele zu notieren, verbunden mit dem dringenden Hinweis, dass natürlich gerade in diesem Fall nichts über das Bewegtbild geht:

„Ich verstehe die Kritiker über Ergebnis, aber ich kann nicht akzeptieren die Kritiker über Profi, unsere Arbeit.“

„Die verletzt sind nur der Knödel, der Knie e de andere Situation. Nur Gott sei Dank ein paar de Faserrissen. Warum? Erfahrung in Kopf!“

„Fehler sind Fehler, und Verletzungen sind besonders.“

„Ich bin ein Profi über Physiologie, 13 Jahre, 21 Erfolg! Was verstehe Sie wenn gucke eine Training?“

„Musse verstehen, warum wir machen wenig oder nicht. Mussen verstehen, wenn wir läuft 90 Minuten, haben wir bewiesen viele Male.“

„Was kenne Sie über die … was Stress habe die Spieler in Kopf?“

„Ich verstehe de Leute: bezahlt, richtig sein, und pfeif. Kein Problema, lassen pfeif. Is richtig, wir verloren, wir akzeptieren dieses.“

„Ich verstehe in Training, ich verstehe auch die Spieler. Ich verstehe! Nicht Sie!“

„Die Wörter sind einfach, sehr einfach Wörter. Wer kann machen, machen. Wer kann nicht machen, sprechen. Wer kann nicht sprechen, nicht schreiben!“

„Wir sind Führer in Tabelle?! Oh!“

(Der Auftritt in der extended version: https://www.youtube.com/watch?v=jToIQBBJayw)

Zuerst erschienen auf Du gehst niemals allein

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Haus Ratgeber

Beamtentitsche

… heißt eine Soße, die zu Kartoffeln gegessen wird. Sie war ursprünglich ein typisches „Arme-Leute-Essen“, denn auch die einfachen Beamten waren relativ arm. In die Sauce kamen daher oft auch Speisereste. [Quelle: Lexikon]

Gab es früher bei uns auch regelmäßig, wenn’s mal schnell gehen musste. Scheint in Nordostdeutschland recht verbreitet gewesen zu sein, besonders offenbar in Berlin und im Anhaltinischen. Nur eben statt unter dem offenbar recht bekannten Terminus „Beamtenstippe“ unter dem Namen „Beamtentitsche“. Letzterer ist bei Fa. Gugel bislang ausschließlich in einer Schwarz-Weiß-Reklame der Speisegaststätte „Schützes Jägerstube“ in Calbe an der Saale aktenkundig geworden. Die Region scheint es offenbar recht deftig zu mögen, gibt es dort zum Sonntags-Brunch doch auch Bollentitsche und Calbenser Zwiebelsteak, abgerundet durch das Zwiebel-Speckkuchen-Dessert (Quelle: PDF, Sommerausgabe 2010 des Calbenser Blatts, Seite 15)

bt

Auf der schönen Seite „Kochen mit Hartz IV“ gibt’s das Rezept – unterlegt mit Henry-Maske-Musik – nochmal als „Beamtenditsche“. Aber auch hier: Nur ein Gugeltreffer. Schlimm, das.

Die verdienten Küchenkräfte von ErichsErbe.de haben das mal nachgekocht, das Rezept gibt’s hier oder eben in einer Netzkochecke Ihrer Wahl unter dem Suchwort Beamtenstippe; aber eben nicht unter Beamtentitsche. Der Youtube-Kanal heißt Ostdeutschkochen:

Apropos ostdeutsch kochen: Sebastian Saumselig Fiebrig hat für die deutsche Dependance von Buzzfeed mal eine Woche lang eben jenes getan, geknipst und aufgeschrieben, und hier ist das Ergebnis. Und Caspar Leitmedium Mierauf fragt an dieser Stelle, wie ein original DDR-Frühstück ausgesehen hat. Und dabei hat er offenbar schon einen Kollektiv-Irrtum aufgedeckt.

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Haus Spaß

Karow, Parchtitz, Neddemin – Weihnachtshäuser in MV

Gerade mal zwei festlich erleuchtete Häuser am Plauer See und auf Rügen bietet die Seite weihnachts-lichter.de für Mecklenburg-Vorpommern auf. Für das laut Eigenwerbung „größte deutschsprachige Weihnachtshäuser-Portal“ ein bisschen dürftig, finde ich, fährt man doch gefühlt in jedem siebten Ort an einem dieser übermäßig lichtdekorierten Buntburgen vorbei. Natürlich fehlt zum Beispiel auch das Neddeminer Weihnachtshaus, das per Bild hier zu bewundern ist und vor einigen Jahren auch schon im Fernsehen war:

Und überhaupt sollte man die Show denen überlassen, die es können. So widme ich abschließend Heinrich und allen anderen Star-Wars-Fans noch diese häusliche Ungeheuerlichkeit:

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Musik

Graf Dago

Neulich im Auto. Es läuft halblaut „Unter deiner Flagge“ von Unheilig, der Graf gibt alles und drückt und presst und klagt und raunt. Dann der unqualifizierte Zwischenruf von der Rückbank, ich erkenne die Stimme von Luise:

„Papa, das ist doch Clown Dago, oder?!“

Ich musste mich sehr bemühen, daraufhin dem Verkehrsgeschehen weiter adäquat folgen zu können.

* * *

Passend dazu ein amüsanter Ausschnitt des Komödianten Hannes Bender, der seine Einschätzung, dass Unheilig den Beerdigungs-Pop erfunden hätten, mit einem selbst komponierten Song unterstützt:

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Medien Neubrandenburg

Luftvideos aus Neubrandenburg und Burg Stargard

Vor einigen Tagen muss eine rote Cessna über der Gegend gekreist sein. Darin: Robert Grahn. Der 50-jährige Potsdamer düst mit seinem Flugzeug, das gerade mal zwei Jahre jünger ist als er selbst, in der Welt umher und fotografiert. Das macht der Mann professionell, seine Luftbilder und -videos bietet er über Euroluftbild.de und Luftvideo.de an. Auch an einem äußerst umfangreichen DDR-Bildarchiv wirkt Robert Grahn mit.

Aus seinem Trip gen Neubrandenburg sind drei Aufnahmen entstanden. Grahn kreiste dabei über der Justizvollzugsanstalt auf dem Neubrandenburger Lindenberg, über der Burg Stargard und der Neubrandenburger Innenstadt. Grahns Youtube-Kanal habe ich jedenfalls erstmal abonniert, seine kurzen Aufnahmen aus aller Welt sind ziemlich sehenswert.

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Netz Spaß

TaubenTube: Aus Neubrandenburg Süd in die Welt

Wieder mal ein neuer Teil aus der Serie „Was ich ohne Internet nie gesehen hätte“. Durch einen Filter lasse ich mir seit einiger Zeit bei Twitter alle Neubrandenburg-Einträge in einer Tweetdeck-Spalte anzeigen. Und vor ein paar Tagen sah ich dann das hier:

Wir sehen eine Wiese neben der Möbelstadt Rück, einen polnischen Lkw und zwei Männer. Die beiden hantieren an der Seite der Ladefläche, und dann beginnt das große Flattern: Mit einem Mal entfleuchen hunderte Tauben den Käfigen. Und wenn die anfängliche Skepsis („Die fliegen sich doch alle über den HAUFEN!“) ver… na ja, eben verflogen ist, ist das sehr schön anzusehen und anzuhören.

Auch die beiden Polen bringen ein wenig Action in den Film: Während sich der eine auf dem Weg zum Kameraauschalten ein paar Taubenfedern von der Stirn wischt, scheucht der andere noch die letzten die Nachzügler-Tauben aus dem Schlag. Ein letzter Schwenk auf den hinfortmäandernden Taubenschwarm (irgendwo las ich, dass es Tauben-Stich hieße) – und fertig ist das Kleinkunstwerk.

Die Faszination von Taubenflugstarts (da gibt es doch bestümpt einen Fachbegriff für, nech?) erschließt sich noch mehr, wenn der entsprechende Youtube-Kanal „The Gold Pigeon“ nach weiteren Starts in Neubrandenburg durchforstet wird. Da haben wir hier einen Start mit schüchternem Einstiegs-Winken und starkem Wind-Sound oder hier einen mit gleich vier Taubenliebhabern. Manchmal wollen manche Tauben partout nicht losfliegen, manchmal sind die Schwarmbewegungen ganz besonders gut zu erkennen. Immer aber glaube ich auf dem Gesicht des Jogginganzug-tragenden Mannes, der am Ende auf die Kamera zukommt, ein winziges Lächeln auszumachen, wenn er seine Täubchen davonflattern sieht.

Auf den Taubenlastern steht „Połczyn-Zdrój“, die polnische 7000-Einwohner-Stadt – deutsch: Bad Polzin – liegt in Westpommern, etwa 130 Kilometer von Stettin entfernt. Sie ist ein anerkannter Moorkurort, durch den ein idyllisches Flüsschen namens Taubenbach fließt. Ob das Zufall ist oder der Ort das Taubenzuchtmekka Polens, konnte ich nicht feststellen.

Dafür aber, dass die Polziner Taubenzüchter auch in Tantow (bei Penkun) oder Zarrentin in Westmecklenburg regelmäßig ihr Tauben-Unboxing betreiben. Und aus Zarrenting stammt auch das abschließende Video, das aus zwei Gründen bemerkenswert ist. Zum einen schwirren die Viecher hier mal zur Abwechslung direkt auf den Betrachter zu, was kurzzeitig zu einer netten „Die Vögel“-Gruselei führt.

Und zum anderen sind 20 Sekunden nach Öffnen der Tore alle Tauben ausgeflogen. Denkt man. Doch es sind dieses Mal offensichtlich zwei Slacker-Täuberiche mit dabei. Nach einer zwanzigsekündigen Taubenstartpause bequemen sich die beiden dann endlich auch heraus. Eine Szene wie geschaffen für einen pommerschen Disney- oder Pixar-Tauben-Helden:

„Joaah, wat ist denn das für ein Krach hier im Schlach! Ruhe da vorne! Ick bün noch nich feddich mit mei’m Morgengurren! Himmeldonnerwedder! Ey, Andrzej, weissu, watdat soll?“
„Nö, Walter. Abä die sin alle wech.“
„Oooaahnö! Nich schon wiedä!“
„Doch. Wir müssen! Los, komm!“
„Menno! Ein letztes Körnchen noch …“
„ABFLUG!“
„Na gut.“

Und dann war da – passend dazu – noch das hier: