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Chaos im Universum von Cyber

cyberZum Thema Datenabhörskandal soll ein schöner Satz, der am späten Donnerstagabend in der Talkshow von Anne Will gesagt wurde (hier auf Youtube), nicht vergessen werden.

„Da herrscht ein wildes Durcheinander im Universum von Cyber“, konstatierte der renommierte Historiker Michael Stürmer (74) mitten in der lebhaftesten Diskussion, und es fehlte im Prinzip nur noch, dass die Redaktion im Hintergrund das bedrohliche Darth-Vader-Thema aus Star Wars eingespielt hätte.

Das Universum von Cyber! Vermutlich Millionen Lichtjahre entfernt, da kann ja niemand den Überblick behalten. Damit wird auch klar, was Angela Merkel (58) im Vorfeld des Obama-Besuchs in Berlin meinte, als sie betreffs des Cyber-Universum feststellte: “Das Internet ist für uns alle Neuland.”

Aber mal abgesehen von der poetisch-possierlichen Wortwahl: Michael Stürmer hat etwas ganz Wichtiges zur Sprache gebracht. Nicht die filmreife Personalie Edward Snowden ist das eigentlich aufregende Thema des Skandals. Sondern das in der Tat wilde Durcheinander, das in dem Daten-Geflecht aus Geheimdiensten, Netz-Giganten und privater Nutzer offenbar entstanden ist. Der klar artiklierte Wille, das zu beleuchten und zu entwirren sollte nach Prism und Tempora auf keiner politischen Agenda mehr fehlen.

(„Unten rechts“ im Nordkurier vom 5. Juli 2013, Foto: Digital Game Museum via flickr unter CC-Lizenz by)

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Steffen Simon und die ostdeutsche Unterschicht

Steffen Simon und die ostdeutsche Unterschicht

Ach, Steffen Simon.

Was werden Sie doch häufig verkannt. Ihre stets überdurchschnittlich ausgeprägte Absicht, auch noch den Namen des Bruders des liechtensteinischen Fußballnationaltrainerassistenten a) zu kennen und b) total landessprachig korrekt auszusprechen – nur Hohn und Spott ernten Sie üblicherweise für diesen selbstlosen Dienst am Zuschauer.

Ihre medienkulturelle Höchstleistung, anstelle des zu kommentierenden Fußballspiels vollkommen andere Ereignisse wortgewaltig zu beschreiben – grandios unterschätzt, bis heute. Und niemand würdigt ihre wegweisende Leistung auf dem durchaus glatten Parkett der FrisurRevolutionen. Niemand!

Nun haben Sie einen erneuten Versuch unternommen, im Dienst der Aufklärung wahre Worte über das Boxen und die ostdeutsche Unterschicht gelassen auszusprechen. Welche das waren, beschreibe ich hier im Sportblog des Nordkurier.

Foto: Publikum bei einem Boxkampf Sebastian Sylvesters in Neubrandenburg

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„Wir hatten gesagt: Keine Nachfragen!“